AGABY
AGABY ist die Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns.
AGABY ist die Dachorganisation der Beiräte, die von den Migrantinnen und Migranten in den Städten und Kreisen demokratisch gewählt werden. Bisher haben sich der AGABY 31 Beiräte aus ganz Bayern angeschlossen. Diese Beiräte bestehen in Städten und Gemeinden, in denen mehr als 90% der Migrant/innen Bayerns leben. Im Rahmen des Projektes "Aktiv(ierend)e Antidiskriminierungsarbeit in Bayern" setzen wir uns gemeinsam mit unseren Mitgliedorganisationen auf der persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Ebene mit dem Thema Rassismus auseinander. Ziel des Projektes ist es, strukturelle Herangehensweise in der Antidiskriminieruns-arbeit in Bayern zu verändern, die von Rassismus betroffenen Personen aktiv in die Gestaltung mit einzubeziehen und zum Engagement gegen Diskriminierung zu aktivieren. Das Projekt ist ein Modellprojekt und wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.
09/10/2026
Am Jom Kippur 5780 - 9. Oktober 2019 versuchte ein Rechtsextremist, die Synagoge in Halle (Saale) an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, zu stürmen. Nachdem es ihm nicht gelang, in die Synagoge einzudringen, ermordete er eine Passantin und einen Gast eines nahegelegenen Kiez-Döner. In Wiedersdorf bedrohte und verletzte er weitere Menschen. Der Anschlag war antisemitisch, rassistisch und antifeministisch motiviert.
Der Täter hing antisemitischen Verschwörungsideologien an und sah Jüdinnen*Juden als zentrale Feinde in einem von ihm imaginierten „Rassenkrieg“. Die Synagoge in Halle wählte er gezielt als Tatort, um möglichst viele Jüdinnen*Juden zu ermorden. Zugleich richtete sich seine Ideologie gegen weitere von ihm als Feinde konstruierte Gruppen, darunter Muslim*innen, Schwarze Menschen und politische Gegner*innen.
Wir erinnern an die Ermordeten, Überlebenden und an alle Menschen, die von rechter, antisemitischer und rassistischer Gewalt betroffen sind. Ihre Namen und ihre Geschichten dürfen nicht vergessen werden.
07/10/2026
Der Terrorangriff der Hamas auf Israel, die Ermordung und Verschleppung von Menschen und das Schicksal der Geiseln haben sich tief in das Bewusstsein vieler Jüdinnen und Juden eingeschrieben. Der 7. Oktober ist für viele ein Tag des Gedenkens, der Trauer und der Sorge um die Sicherheit jüdischen Lebens. Seitdem hat der Antisemitismus in Deutschland zugenommen. Jüdinnen*Juden erleben Anfeindungen, Bedrohungen und Ausgrenzung.
Der 7. Oktober hat auch sichtbar gemacht, wie eng die Erfahrungen jüdischer Menschen in Deutschland mit den Entwicklungen im Nahen Osten verbunden sind.
Für eine Gesellschaft, die sich ihrer Verantwortung gegenüber jüdischem Leben bewusst ist, darf das nicht folgenlos bleiben. Jüdisches Leben muss sicher, sichtbar und selbstbestimmt möglich sein – heute und jeden Tag.
Gleichzeitig erleben viele Menschen mit Migrationsgeschichte seit dem 7. Oktober ebenfalls Anfeindungen und Ausgrenzung. Insbesondere palästinensische und muslimische Menschen sehen sich immer wieder mit einem Generalverdacht konfrontiert, werden aufgrund ihrer Herkunft oder Religion pauschal mit den Taten der Hamas in Verbindung gebracht und erleben Rassismus und antimuslimische Anfeindungen.
Am 7. Oktober erinnern wir an die Opfer und stehen für eine Gesellschaft ein, in der jüdisches Leben ohne Angst möglich ist.
03/10/2026
Der 3. Oktober erinnert an die deutsche Wiedervereinigung und der Fall der . Doch zur Geschichte des vereinten Deutschlands gehören auch die Erfahrungen der Menschen, die nach 1990 rassistische Gewalt, Ausgrenzung und rechte Bedrohung erlebt haben.
Für die weit verbreitete rechte Gewalt im Ostdeutschland der 1990er-Jahre prägte der Journalist Christian Bangel 2019 den Begriff „Baseballschlägerjahre“.
Die Baseballschlägerjahre prägten insbesondere die 1990er Jahre. Migrant*innen, Schwarze Menschen, Jüdinnen und Juden, Sint*izze und Rom*nja sowie andere von rechter Gewalt betroffene Menschen wurden angegriffen, bedroht und aus dem öffentlichen Raum verdrängt. Die Gewalt dieser Zeit hat Spuren hinterlassen – und sie gehört zur gesamtdeutschen Erinnerung.
Eine Gesellschaft, die zusammengewachsen ist, muss auch die unterschiedlichen Erfahrungen ihrer Mitglieder sichtbar machen. Dazu gehört, über rechte Gewalt zu sprechen, Betroffenen zuzuhören und migrantische Perspektiven auf die deutsche Geschichte ernst zu nehmen.
AGABY setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Vielfalt nicht nur Realität ist, sondern in der alle Menschen gleichberechtigt und sicher leben können.
28/09/2026
Am 27. September beginnen die Interkulturellen Wochen. Mitra Sharifi, Vorsitzende der AGABY, macht auf die vielfältigen Veranstaltungen aufmerksam, die zahlreiche Beiräte in Bayern organisieren:
“Die AGABY-Mitgliedsbeiräte feiern in vielen bayerischen Kommunen die interkulturellen Wochen. Sie sind ein Bekenntnis zu unserer Demokratie, die von Vielfalt und Migration geprägt ist und eine Gelegenheit zum Dialog, Austausch und zur Entdeckung von Kultur jenseits nationalen und ethnischen Grenzen.
Die IKW dauern rund sechs Wochen und viele engagierte Institutionen, Vereine und Kulturinitiativen bieten einen bunten Strauß an Veranstaltungen, die Kulturgenuss mit Gelegenheiten zur Begegnung und kritischer Auseinandersetzung mit aktuellen Themen verbinden.”
28/09/2026
Zum Welttag der Migrant*innen und Flüchtlinge erinnern wir: Migration ist kein Ausnahmezustand. Sie ist seit jeher Teil der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft. Gesellschaft ist vielfältig – und Menschen mit Migrationsgeschichte gestalten sie jeden Tag mit. Menschen kommen, gehen, bleiben, bauen sich ein neues Zuhause auf und prägen das Zusammenleben mit ihren Hintergründen, Perspektiven und Erfahrungen.
Als AGABY setzen wir uns für die Rechte und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte ein. Wir kämpfen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung und für eine Gesellschaft, in der Herkunft nicht darüber entscheidet, welche Chancen und Rechte ein Mensch hat. Am Welttag der Migrant*innen und Flüchtlinge und an jedem anderen Tag: Menschenrechte gelten für alle!
22/09/2026
🌍 Zusammenhalt gestalten - Antisemitismus- und rassismuskritisch erinnern und handeln 🤝
Unsere Fortbildung bietet eine seltene Gelegenheit, praxisnah, offen und ohne Angst vor schwierigen Fragen über zwei Themen zu sprechen, die schnell emotional werden und eng miteinander verflochten sind:
kritische Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft und gegensätzliche Perspektiven auf den "Nahostkonflikt".
Wie können wir Antisemitismus und Rassismus gemeinsam adressieren? Was sind die Unterschiede? Und warum ist es so kompliziert, den Opfern von Hass und gezielter Verfolgung zu gedenken?
Wir laden euch ein, bei dieser kostenlosen Fortbildung Neues zu erfahren, miteinander zu sprechen – und gemeinsam ins Handeln zu kommen.
Wir freuen uns auf zwei spannende Tage mit Menschen vom Fach und viel praktischer Expertise:
✨wir starten mit der Führung zu Orten postkolonialen Erinnerns, die die für uns anbietet. Dabei widmen die Referent*innen sich gemeinsam mit uns Orten, die über rassistische und antisemitische Kontinuitäten erzählen.
💡Am Abend nimmt uns Maria Hartmann vom mit in einen Vortrag zu verschiedenen aktuellen und teils hitzigen Debatten über Erinnerungskultur in Deutschland. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit des gemeinsamen Austauschs.
💬 Samstag bieten wir einen Workshop von an, einem erfahrenen Träger, der sich seit über 10 Jahren in der antisemitismus- und rassismuskritischen Bildungsarbeit etabliert hat.
Hier ist Raum, um über Unsicherheiten und Emotionen im Umgang mit dem "Nahostkonflikt" zu sprechen ohne dabei in die üblichen Polarisierungen abzudriften.
Egal, ob ihr ehrenamtlich engagiert seid, euch das Thema einfach interessiert, ihr pädagogisch arbeitet oder im Bereich Migration & Integration tätig seid:
Alle Interessierten sind herzlich willkommen! 🫶
📅 9.–10. Oktober 2026
📩 Bitte anmelden (Link in Bio) – ihr bekommt danach eine Bestätigung von uns.
Wir freuen uns auf euch!
Das Team der AGABY im Projekt Couragiert gegen Antisemitismus,
das Team der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus vom Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde
21/09/2026
Heute, am 21. September, ist der Internationale Tag des Friedens. Er erinnert daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern jeden Tag neu geschützt und gestaltet werden muss.
Frieden bedeutet mehr als die Abwesenheit von Krieg. Er braucht gegenseitigen Respekt, Dialog, Verständnis und die Bereitschaft, auch in schwierigen Situationen miteinander im Gespräch zu bleiben. Gerade angesichts zahlreicher Konflikte weltweit ist dieser Tag ein Anlass, den Blick auf das Verbindende zu richten.
Auch Migration ist eng mit der Frage nach Frieden verbunden: Menschen verlassen ihre Heimat nicht immer freiwillig, sondern häufig aufgrund von Krieg, Verfolgung oder Unsicherheit und suchen Schutz und eine Perspektive für ein Leben in Sicherheit.
Frieden beginnt dabei nicht erst auf internationaler Ebene, sondern auch in unserer Gesellschaft und im täglichen Miteinander.
Lasst uns gemeinsam für ein respektvolles Miteinander, Verständigung und ein friedliches Zusammenleben einstehen.
15/09/2026
Am Internationalen Tag der Demokratie wird deutlich, wie wichtig es ist, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, ihre Perspektiven einzubringen und gesellschaftliche Entwicklungen mitzugestalten.
Gerade für Menschen mit Migrationsgeschichte sind Integrations- und Migrationsbeiräte wichtige Orte demokratischer Teilhabe.
Sie geben Erfahrungen und Anliegen eine Stimme, schaffen Brücken zwischen Politik und Gesellschaft und tragen dazu bei, dass unterschiedliche Perspektiven in politische Entscheidungen einfließen.
Eine vielfältige Gesellschaft braucht vielfältige Beteiligung. Beiräte stärken das demokratische Miteinander und machen sichtbar: Wer unsere Gesellschaft mitgestaltet, gehört auch dazu.
08/09/2026
Am Weltbildungstag wollen wir daran erinnern, dass Bildung ein grundlegendes Menschenrecht ist und entscheidend für gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben.
Auch bei der AGABY spielt das Thema Bildung eine wichtige Rolle. Bei der diesjährigen Vollversammlung wurde deshalb eine Resolution verabschiedet, die gerechte Bildungschancen für alle Kinder fordert – unabhängig von ihrer Herkunft oder einer Migrationsgeschichte.
Die Resolution ist in der Bio hinterlegt.
24/08/2026
Jetzt anmelden bis 12.09.: https://www.cph-nuernberg.de/veranstaltungen/info/termin/20261009/zusammenhalt-gestalten-antisemitismus-und-rassismuskritisch-erinnern-und-handeln-in-der-migrationsgesellschaft
Fortbildung
Zusammenhalt gestalten -
Antisemitismus- und rassismuskritisch erinnern und handeln in der Migrationsgesellschaft
09. - 10. OKTOBER 2026
im Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg
Programm
Freitag
// 15:00 Uhr: Treffpunkt am CPH zum Stadtrundgang
// 18:00 Uhr: Ende Stadtrundgang
// 19:30 Uhr: Vortrag im CPH
Samstag:
// 09:00 Uhr: Beginn des Workshops im CHP
// 16:00 Uhr: Ende des Workshops
Wie gelingt ein solidarisches Miteinander, das Erfahrungen von Antisemitismus und Rassismus gleichermaßen ernst nimmt? Die zweitägige Fortbildung lädt Ehrenamtliche, Multiplikator:innen und alle Interessierten ein, Antisemitismus und Rassismus gemeinsam in den Blick zu nehmen. Nach einer Führung zu Erinnerungskultur in Nürnberg eröffnet ein Abendvortrag Perspektiven auf Antisemitismus, Rassismus und Erinnern in der Migrationsgesellschaft. Am Samstag steht ein ganztägiger Workshop mit BildungsBausteine e. V. im Mittelpunkt. Gemeinsam werden Formen von Antisemitismus und Rassismus, ihre Zusammenhänge und Unterschiede sowie Handlungsmöglichkeiten für Ehrenamt und Bildungsarbeit – insbesondere mit Blick auf den Israel-Palästina-Konflikt – praxisnah erarbeitet.
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