Hundetraining
🐶 Ich helfe dir, deinen Hund liebevoll und klar zu führen.
🌞 Für einen entspannten Alltag und Spaziergänge OHNE Stress.
16/10/2026
Tag 11: Der Natur-Parcours 🌳
Ein umgefallener Baumstamm, ein alter Baumstumpf und drei Bäume nebeneinander, mehr braucht ihr heute nicht, denn daraus baut ihr euch auf dem Spaziergang euren eigenen kleinen Parcours.
So geht’s:
🐾 Lass deinen Hund langsam über einen niedrigen, liegenden Baumstamm steigen oder ein paar Schritte darauf balancieren.
🐾 Lass ihn die Vorderpfoten auf einen Baumstumpf stellen und lob ihn, solange er dort steht.
🐾 Geht gemeinsam im Slalom um ein paar Bäume herum.
Zeig ihm den Weg mit einem Leckerli in der Hand, ganz langsam und ohne Springen. Bei Nässe ist die Rinde rutschig, dann bleibt ihr lieber am Boden, und für Welpen und ältere Hunde reicht schon ein dicker Ast, über den sie drübersteigen.
Profi-Tipp: Wenn dein Hund etwas misstrauisch ist und sich mit dem Leckerli in deiner Hand nicht locken lässt, dann leg ihm eine kleine Leckerlispur über den Baumstamm. So kann er selbst entscheiden, ob er sie sich holt oder nicht, und weil der Druck durch das Locken wegfällt, trauen sich die meisten Hunde dann ganz von allein.
Darauf kannst du achten:
🐾 Geht er neugierig und von selbst hin? Dann macht es ihm Spaß.
🐾 Wird er langsam, macht sich klein oder leckt sich übers Maul? Dann ist es ihm gerade zu viel, und ihr nehmt etwas Leichteres.
Das Schöne an so einem Parcours ist, dass dein Hund ganz genau schauen muss, wo er seine Pfoten hinsetzt. Viele Hunde werden dabei richtig konzentriert und ruhig.
Wenn deinem Hund das gefällt, dann komm morgen zu unserer Feier, denn beim Hoopers-Schnuppern geht es genau so weiter, durch Bögen und um Hindernisse, ganz ohne Springen. Wir feiern von 13 bis 15 Uhr am Hundeplatz in Leibnitz, ohne Anmeldung 🎂
Und morgen geht auch mein Online-Kurs „Aufregung im Griff“ online. Wenn du den Link haben möchtest, schreib mir STRESSABBAU 🧡
15/10/2026
Tag 10: Mehr als ein Trick 👋
Halte deine flache Hand ein kleines Stück neben die Nase deines Hundes und lass sie dort ruhig stehen. Wichtig ist, dass du die Hand nicht zu ihm hinführst, sondern dass er selbst zu deiner Hand kommt. Sobald er sie mit der Schnauze antippt, sagst du „fein“ und gibst ihm eine Belohnung. Drei Minuten zu Hause reichen meistens, bis er verstanden hat, worum es geht.
Wenn er nach ein paar Wiederholungen ganz sicher zu deiner Hand kommt, kannst du ein Wort dazunehmen, zum Beispiel „Touch“ oder „Hand“. Du sagst das Wort, kurz bevor du ihm die Hand hinhältst, und mit der Zeit weiß er schon beim Wort, was gleich kommt.
Und dann nehmt ihr den Trick mit nach draußen:
🐾 Halte ihm unterwegs ab und zu deine Hand hin, und tippt er sie an, gibt es eine Belohnung.
🐾 Kommt ein Radfahrer oder ein anderer Hund, hältst du ihm die Hand auf der anderen Seite hin. Er dreht sich zu dir, hat eine kleine Aufgabe, die er gut kennt, und muss nicht mehr gebannt nach vorne starren. Das klappt am besten, solange ihr noch genug Abstand habt und er dich noch hören kann.
Darauf kannst du achten:
🐾 Kommt er mit lockerem Körper und wedelnder Rute zu deiner Hand? Dann ist das für ihn gerade ein richtig schönes Spiel.
Du wirst sehen: Viele Hunde finden diesen Nasenstupser MEGA lustig, und auf einmal hast du etwas in der Hand, mit dem du deinen Hund freundlich zu dir holst, ganz ohne an der Leine zu ziehen.
Zeig mir euren Nasenstupser im Video 🎥 oder gleich live am Samstag bei unserer Feier, von 13 bis 15 Uhr am Hundeplatz in Leibnitz. Ich freu mich auf euch 🧡
14/10/2026
Tag 9: Einfach mal sitzen 🪵
Viele Hunde kennen draußen nur eines: weiter, weiter, weiter. Jeder Geruch, jedes Geräusch und jeder Hund in der Ferne kommt obendrauf, und irgendwann ist der Kopf so voll, dass an Ruhe nicht mehr zu denken ist. Heute üben wir genau das Gegenteil.
Such dir auf eurem Spaziergang ein ruhiges Platzerl, eine Bank, einen Baumstumpf oder eine Wiese ein Stück abseits vom Weg, und setz dich einfach hin. Lass die Leine locker, sag nichts und verlang nichts. Dein Hund darf schauen, schnüffeln und sich umsehen, so lange er mag.
Darauf kannst du achten:
🐾 Setzt oder legt er sich irgendwann von selbst hin, lässt den Kopf sinken oder atmet einmal tief aus? Dann sag leise „fein“ und leg ihm eine Kleinigkeit vor die Pfoten. Sprich wirklich ruhig mit ihm, flüstere, deine Stimmung überträgt sich.
🐾 Bleibt er die ganze Zeit angespannt und schaut jedem Geräusch hinterher? Dann ist der Platz vielleicht noch zu belebt, probiert es beim nächsten Mal etwas weiter weg.
Zwei, drei Minuten reichen am Anfang völlig, und ganz ehrlich, dir tun sie meistens genauso gut wie deinem Hund 😉
Warum manche Hunde draußen so schwer zur Ruhe kommen und wie ihr Schritt für Schritt mehr Gelassenheit in euren Alltag bringt, zeige ich dir in meinem neuen Online-Kurs „Aufregung im Griff“. Er startet am Samstag, 17.10., und wenn du vorher schon alle Infos bekommen möchtest, schreib mir einfach STRESSABBAU 🧡
13/10/2026
Tag 8: Deine drei Atemzüge 🌿
Ihr seid gemütlich unterwegs, und da vorne taucht ein Jogger auf. Oder ein Radfahrer, ein Kinderwagen, die Nachbarskatze, was auch immer es bei deinem Hund ist. Und zack, noch bevor dein Hund überhaupt hinschaut, hast du die Leine schon fester gepackt, die Schultern sind oben und so richtig atmen tust du auch nicht mehr. Ganz ehrlich, das passiert uns allen. Nur merkt dein Hund das sofort und denkt sich: Oha, wenn mein Mensch so angespannt ist, muss da wirklich was sein. Und schon seid ihr beide aufgeregt.
Mein Tipp: Sobald du merkst, dass du dich anspannst, atmest du dreimal tief ein und lässt die Luft ganz langsam wieder raus, und dabei lässt du die Schultern sinken. Klingt fast zu einfach, aber dein Hund merkt den Unterschied sofort.
Am besten übst du das hier:
🚪 an der Haustür, bevor ihr losgeht
👀 sobald du siehst, was deinen Hund aufregt, noch bevor er es entdeckt
✋ wenn deine Hand die Leine fester packt
🏠 nach einem stressigen Tag, bevor du die Leine nimmst
🎯 wenn beim Üben etwas nicht klappt und du ungeduldig wirst
Und dann schau mal, wo du die Anspannung zuerst spürst. In den Schultern, im Kiefer oder in den Händen? Wenn du dein Warnsignal kennst, merkst du es jeden Tag ein bisschen früher, und oft wirst du entdecken, dass die Aufregung deines Hundes erst nach deiner gekommen ist. Das Schöne daran ist, dass du genau da selbst etwas verändern kannst.
Erzähl mir, wann du heute deine drei Atemzüge gebraucht hast 💛
12/10/2026
Tag 7: Der Bogen ↪️
Stell dir vor, ein fremder Mensch kommt direkt auf dich zu, schaut dir die ganze Zeit in die Augen und bleibt erst knapp vor dir stehen. Unangenehm, oder? So ähnlich fühlt sich für viele Hunde eine Begegnung auf dem Gehweg an, und das nicht nur mit anderen Hunden, sondern auch mit Menschen, Joggern, Radfahrern oder Kindern auf dem Roller. Hunde, die höflich miteinander umgehen, laufen nie frontal aufeinander zu, sondern machen einen Bogen, und genau diesen Bogen kannst du deinem Hund schenken.
So geht’s:
🐾 Kommt euch etwas entgegen, das deinen Hund aufregt, schaffst du rechtzeitig ein bisschen mehr Platz, noch bevor er sich hineinsteigert.
🐾 Wie groß der Bogen sein muss, entscheidet die Aufregung deines Hundes. Oft braucht es gar keinen großen Umweg, sondern es reicht schon, ihn auf deine andere Seite zu nehmen, sodass du zwischen ihm und dem Radfahrer gehst, oder ein, zwei Schritte zur Seite in die Wiese zu machen.
🐾 Ist dein Hund sehr aufgeregt, darf der Bogen ruhig größer werden, dann wechselt ihr die Straßenseite oder wartet kurz in einer Einfahrt, bis alles vorbei ist.
🐾 Schaut dein Hund kurz hin und dann wieder weg oder zu dir, sag leise „fein“.
Darauf kannst du achten:
🐾 Wird er langsamer, steif und starrt hin, oder fängt er an zu ziehen und zu fiepen? Dann braucht er beim nächsten Mal etwas mehr Abstand.
🐾 Schnüffelt er am Boden, schaut kurz hin und geht locker weiter? Dann passt der Abstand genau.
🐾 Vielleicht merkst du auch, dass er bei Radfahrern einen anderen Abstand braucht als bei Hunden oder Kindern. Das ist ganz normal, denn jeder Auslöser hat seinen eigenen Wohlfühlabstand.
Du wirst sehen: Mit genug Abstand schafft dein Hund auf einmal Begegnungen, die vorher unmöglich waren. Und du merkst, dass du selbst viel ruhiger bleibst, weil du nicht mehr darauf wartest, dass gleich alles explodiert.
Bald startet übrigens wieder das Begegnungstraining. Wenn du das gemeinsam mit mir üben möchtest, schreib mir „BEGEGNUNG“ 💛
11/10/2026
Tag 6: Hier lang! 🔄
Kennst du das? Ihr seid unterwegs, dein Hund ist mit Nase und Kopf schon weit vorne, und du bist für ihn nur noch das andere Ende der Leine. Heute machen wir daraus ein kleines Spiel, bei dem es sich für deinen Hund lohnt, ein Auge auf dich zu haben.
So geht’s:
🐾 Warte einen Moment ab, in dem die Leine locker durchhängt, sag fröhlich „hier lang“ und dreh dich um, sodass ihr in die andere Richtung weitergeht.
🐾 Kommt dein Hund mit, lob ihn und gib ihm eine Kleinigkeit, oder wirf sie ihm ins Gras, dann darf er sie gleich noch suchen.
🐾 Die Leine bleibt dabei immer locker. Du ziehst ihn nicht herum, sondern lädst ihn mit deiner Stimme ein. Braucht er noch etwas Hilfe, geh kurz in die Hocke oder klatsch leise in die Hände.
🐾 Fünf- bis sechsmal pro Spaziergang reichen völlig. Und steckt seine Nase gerade tief in einer spannenden Spur, lass ihn zuerst fertig schnüffeln.
Darauf kannst du achten:
🐾 Wie schnell merkt er, dass du umgedreht hast? Beim ersten Mal braucht er vielleicht etwas länger, nach ein paar Runden dreht er sich oft schon mit dir mit.
🐾 Schaut er dich danach öfter von selbst an? Dann hat er verstanden, dass mit dir unterwegs jederzeit etwas Schönes passieren kann.
Und genau das ist das Schöne an diesem Spiel: Dein Hund achtet nicht auf dich, weil er muss, sondern weil es mit dir einfach lustiger ist.
Wie oft ist dein Hund beim ersten Mal mitgekommen? 🐶
10/10/2026
Tag 5: Ein neuer Weg. Geht heute eine Runde, die ihr noch nie gegangen seid, und entdeckt sie gemeinsam.
Bei der Schnüffelrunde an Tag 1 ging es darum, deinem Hund Zeit für seine Nase zu schenken. Heute geht es um etwas anderes: Wie geht dein Hund mit Neuem um? Auf einem unbekannten Weg zeigt er dir ganz viel über sich, und genau darauf darfst du heute achten.
Geht er neugierig voraus und will alles sofort erkunden, oder wird er langsamer und bleibt lieber nah bei dir? Und vor allem: Schaut er zwischendurch zu dir zurück, so als wollte er fragen, ob alles in Ordnung ist? Diese kurzen Blicke sind ein wunderschönes Zeichen, denn dein Hund holt sich bei dir Sicherheit. Antworte ihm mit einem ruhigen Wort oder einem Lächeln, und er lernt: Auch wenn alles neu ist, mit dir an meiner Seite ist die Welt in Ordnung.
Ist dein Hund in fremder Umgebung eher unsicher, reicht auch ein kleiner neuer Abschnitt, etwa ein anderer Feldweg oder die Straße hinter der nächsten Kurve.
Und wenn dein Hund seine Nase noch viel mehr arbeiten lassen möchte, dann probiert doch einmal Mantrailing aus, die Personensuche mit Hund. Schreib mir einfach eine Nachricht, und ihr seid beim nächsten Training dabei 🐾
Wie hat sich dein Hund auf dem neuen Weg verhalten, mutig voraus oder lieber nah bei dir? 🐶
09/10/2026
Tag 4: Die ruhige Hand. Streich deinem Hund ganz langsam über den Rücken und hör nach fünf Sekunden auf. Stupst er dich an oder rückt er näher, möchte er mehr. Dreht er sich weg, ist es gerade genug.
Manche Hunde schaffen es nicht, sich von selbst aus dem Streicheln zu lösen, auch wenn es ihnen längst zu viel ist. Sie bleiben einfach stehen und halten aus. Mit dieser kleinen Pause gibst du deinem Hund die Möglichkeit, frei zu entscheiden, ob er noch mehr möchte oder lieber weggeht. So fragst du ihn, statt einfach zu machen, und das ist eine der schönsten Formen von Respekt, die du ihm schenken kannst.
Erklär diese Übung unbedingt auch deinen Kindern und deinem Besuch, denn gerade sie streicheln oft lange und merken nicht, wann es dem Hund zu viel wird.
Wie hat dein Hund geantwortet? 🐶
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